{"id":1169,"date":"2024-11-14T11:11:13","date_gmt":"2024-11-14T10:11:13","guid":{"rendered":"https:\/\/neu.effa-segeln.de\/?p=1169"},"modified":"2024-11-14T14:29:18","modified_gmt":"2024-11-14T13:29:18","slug":"toernbericht-herbsttoern-2-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/effa-segeln.de\/?p=1169","title":{"rendered":"T\u00f6rnbericht  Herbstt\u00f6rn 2 2024"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der letzte T\u00f6rn in diesem Jahr startet am Winterlager. Als Gep\u00e4ck und Essen sicher im roten T4 verstaut sind, fahren wir gemeinsam los und nach nicht allzu langer Zeit kommen wir in der N\u00e4he von Stavoren an einem relativ kleinen Hafen an. Dort wartet die EXODUS schon auf uns und wir transportieren unser Gep\u00e4ck \u00fcber schmale Wege und Stege bis in ihren Rumpf.                                                                                          Nach einem kleinen Kennenlernspiel verteilen wir die Kojen, bekommen eine Sicherheitsunterweisung und richten uns ein. Unterdessen wird im Cockpit geschraubt, denn die Lichtmaschine scheint nicht mehr so ganz ihren Dienst zu erf\u00fcllen. Wir bringen die Persenning \u00fcber dem Cockpit an und gehen unsere Umgebung erkunden. Das kleine D\u00f6rfchen Warns hat viele sch\u00f6ne Ecken, verschlossene Kirchen und zwischen den Hausd\u00e4chern sind ganz viele Masten zu sehen, ein interessantes Bild.     Am Abend wird dann mit ein paar helfenden H\u00e4nden die neue Lichtmaschine eingebaut. Die Freude ist gro\u00df, als der Motor endlich wieder l\u00e4uft und somit die Aussichten sehr gut stehen, dass wir am n\u00e4chsten Morgen aufs Ijsselmeer hinaus fahren k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach unserer ersten Nacht, in der der Dieselofen gute Dienste geleistet hat, und einem ausgiebigen Fr\u00fchst\u00fcck geht es dann endlich los in Richtung Enkhuizen. Dort angekommen wird es schon bald dunkel, doch wir begeben uns auf einen kleinen Spaziergang durch die Stadt. Kleine Stra\u00dfen, Gassen, Fl\u00fcsse, schr\u00e4ge H\u00e4user und kleine Geschichten lassen uns einen Einblick gewinnen in vergangene Zeiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf unserem Weg nach Lelystad machen wir einen Zwischenstopp bei den Marker Wadden. Eine kleine k\u00fcnstlich angelegte Inselgruppe, wo uns unser Landgang an vielen kleinen H\u00fctten und Aussichtspunkten vorbeif\u00fchrt, an denen wir beginnen mit Hilfe von Fragen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen uns festzustellen, wodurch wir uns besser kennenlernen und zu interessanten Erkenntnissen kommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am n\u00e4chsten Morgen gehen wir vom Bataviahaven zum Batavia Museum. Dort bekommen wir einen Einblick in die verschiedenen Gewerke, die ihren Teil zum Bau und zur Instandhaltung der Batavia beitragen, besichtigen die Batavia und das Museum. Wir entwickeln langsam ein Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr, wie die Seefahrt damals gewesen sein k\u00f6nnte, und mit welchen Schwierigkeiten all die Menschen auf der Batavia einst zu k\u00e4mpfen und zu leben hatten.                                                                                  Bei unserem beinahe allabendlichen Nachtspaziergang dieses Mal in Urk haben wir nach einer kleinen Mahlzeit auf unserem R\u00fcckweg ausprobiert, wie es wohl sein k\u00f6nnte, wenn man blind w\u00e4re. Dabei haben einige von uns intensive, interessante Erfahrungen gemacht und gelernt, dass man vertrauen muss, sich selbst, anderen und den eigenen Sinnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als wir im Hafen vor De Vries ankommen, legen wir ohne gro\u00dfe Schwierigkeiten den Gro\u00dfmast, denn am n\u00e4chsten Morgen sollen Gro\u00df- und Toppsegel zum Segelmacher gebracht und der Schoner Mast gelegt werden. Von Lemmer aus machen wir uns dann \u00fcber die Kan\u00e4le auf den Heimweg. Nachdem wir zuerst dachten, wie denkbar langweilig es werden wird, auf den Kan\u00e4len immer nur geradeaus zu fahren, haben wir uns selbst eines Besseren belehrt. Mit gutem Essen und Musik haben wir die Fahrt genossen und kamen nach dem ersten Kanalfahrt-Tag in Zwolle an. Dort haben wir am Abend die Innenstadt unsicher gemacht und einige wundersch\u00f6ne L\u00e4dchen entdeckt, die wir dann am kommenden Morgen nochmal ausfindig gemacht haben. Besonders hat uns der Buchladen in seinen Bann gezogen. Er befindet sich in einer gro\u00dfen, wundersch\u00f6nen Kirche, zusammen mit einem Kaffee und einer alten Orgel.                  Etwas weniger sch\u00f6n wird es dann, als wir beginnen, mit vier, f\u00fcnf Liter Kanistern den Diesel von einer Tankstelle aus in die Exodus zu bef\u00f6rdern. Es ist warm, die Sonne scheint, H\u00e4nde und Schuhsohlen sind voll von Diesel, doch die Stimmung in unserer Transportkette bleibt gelassen. Als wir fertig sind, geht es weiter und als es dunkel wird zieht, (\u00dcberraschung) mal wieder Nebel auf. Er wird dichter und dichter. Das einzige, was f\u00fcr uns noch sicher erkennbar, ist die Exodus. Nah am Rand entlang fahren wir langsam zum n\u00e4chsten Hafen und legen beruhigt an. Exodus und Besatzung so vollst\u00e4ndig, wie erwartet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am n\u00e4chsten Abend kommen wir dann in Emmerich an, wo wir gemeinsam mit der Besatzung der Ninive den Abend gestalten und die Exodus nach dem gr\u00fcndlichen Putzen am Morgen verlassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum Schluss ist noch der kleine orange Fender zu erw\u00e4hnen, der nach einer mit \u201eNein\u201c beantworteten Frage seinen Besitzer wechseln kann und so immer gegen Ende des Tages eine vorlesende Person bestimmt. Dieser Fender ist einigen von uns oft \u00fcber den Weg gelaufen und hat zu vielen lustigen Situationen beigetragen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Einzige, was jetzt noch fehlt ist:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gas, Gas, Gas Gas Gas Gas \u266b<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und liebe Gr\u00fc\u00dfe<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Merle Kellermann (Trainee)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der letzte T\u00f6rn in diesem Jahr startet am Winterlager. 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