{"id":1895,"date":"2026-08-25T17:56:38","date_gmt":"2026-08-25T15:56:38","guid":{"rendered":"https:\/\/effa-segeln.de\/?p=1895"},"modified":"2026-08-25T17:56:39","modified_gmt":"2026-08-25T15:56:39","slug":"sommertoern-2-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/effa-segeln.de\/?p=1895","title":{"rendered":"Sommert\u00f6rn 2 2026"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Samstagmorgen, den 1. August, stand wieder einmal der alte rote Bulli vor dem Effa in Kleve, um seine Reise mit einer neuen Exodus-Crew anzutreten. Nach dem Reisesegen hie\u00df es: Ab nach Le Havre, wo die Crew des ersten T\u00f6rns das Schiff hingesegelt hatte. Zwischendurch konnte sich die Gruppe bereits bei einer Pause mit einigen Spielen besser kennenlernen. Nach einem gemeinsamen Essen mit Sommert\u00f6rn 1 und dem anschlie\u00dfenden Einstauen konnte die gemeinsame Planung f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage gemacht werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am n\u00e4chsten Tag ging es fr\u00fch los und mit Vollzeug in Richtung Cherbourg. Dabei haben wir wohl die Aufmerksamkeit von Delfinen auf uns gezogen, die am Abend neben unserem Boot geschwommen sind. F\u00fcr viele von uns war es das allererste Mal, dass wir die Tiere in freier Wildbahn zu Gesicht bekommen haben, daher war es f\u00fcr uns wirklich ein magischer Moment. Am Abend kamen wir dann nach einem wunderbaren Segeltag im Hafen von Cherbourg an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Gezeitenkalkulation ergab, dass wir am Montag gegen fr\u00fchen Nachmittag weiterfahren mussten, somit konnten wir den Vormittag noch in Cherbourg verbringen und uns die Stadt und einen Teil der \u201eCit\u00e9 de la Mer\u201c, einem Meeresmuseum, anschauen. Danach hie\u00df es ablegen und mit der Str\u00f6mung zur Kanalinsel Alderney. Vor Alderney erlitten wir beinahe einen \u201eGeschwindigkeitsrausch\u201c, weil wir zwischenzeitlich \u00fcber 11 Knoten (ca. 20 km\/h) schnell gefahren sind! Bei Alderney angekommen fuhren wir zuerst in eine kleine von Felsen umrahmte Bucht. Dort ankerten wir, um uns etwas abzuk\u00fchlen und mit dem Dinghi zum Strand zu fahren. Sp\u00e4ter ging es dann kurz weiter in den Hafen der Insel, wo wir die Nacht verbracht haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von den Einheimischen bekamen wir den Tipp, dass am n\u00e4chsten Tag das gr\u00f6\u00dfte Event der Insel direkt am Hafen stattfindet. Die Alderneyer trugen einen Wettkampf aus, dar\u00fcber, wer am weitesten von einer Klippe fliegen kann. Dabei wurde mit Regenschirmen, Flamingo-Kost\u00fcmen und Mini-Gleitern versucht, m\u00f6glichst weit zu kommen, sehr zu unserem Vergn\u00fcgen und dem der anderen Zuschauenden. Nach dem Ende des Spektakels beschlossen wir, die Insel noch weiter zu erkunden. Wir sind dann also Richtung eines Forts gelaufen und konnten dort so manchen unterirdischen Gang finden. Am Abend ging es dann weiter zur n\u00e4chsten Insel Guernsey.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am n\u00e4chsten Morgen konnten wir dann diese Insel unsicher machen. Zuerst ging es in das am Hafen gelegene Fort mit Museum, wo jeden Mittag genau um 12 Uhr eine echte Kanone abgefeuert wird. Das Museum zeigte uns die wechselvolle Geschichte der Insel. Sp\u00e4ter gingen wir vom Fort weiter in Richtung Stadt und nach einer Runde Pommes weiter in ein Gezeitenschwimmbad an der K\u00fcste der Insel, wo wir alle eine Runde schwimmen konnten. Abends spielten wir noch eine Runde Wikingerschach (auf einer Verkehrsinsel).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Donnerstag ging es dann wieder einmal fr\u00fch los und bei Toppsegelwetter r\u00fcber Richtung England. Trotz Wellengang und Schr\u00e4glage gab es f\u00fcr die Crew leckeres Essen, auch wenn es einigen wegen Seekrankheit nicht so gut erging. An diesem Tag segelten wir sogar bis in die Nacht hinein und kamen gegen 2:30 Uhr an den bekannten \u201eNeedles\u201c-Kreidefelsen vorbei und machten kurz danach auf der Isle of Wight in Yarmouth fest.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Freitag haben wir uns dazu entschieden, nach der Nachtfahrt erstmal einen Landtag zu machen. Die Isle of Wight hat mit ihren vielen Naturschutzgebieten sowieso sehr viel zu bieten. Wir sind also zu einer Wanderung am Yar-River aufgebrochen. Sp\u00e4ter ging es dann noch hoch auf die Kreideklippen. Dabei lie\u00dfen es sich die Skipper nicht nehmen, ein kleines Wettrennen zu veranstalten, sehr zum Erstaunen einiger ortsans\u00e4ssigen Rinder. Oben am Gipfel angekommen haben wir noch einige Gruppenspiele gespielt und nat\u00fcrlich die gro\u00dfartige Aussicht genossen. Sp\u00e4ter ging es dann durch den Wald wieder zur\u00fcck zum Schiff und schon war der Freitag wieder vorbei.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Samstag hei\u00dft Bergfest auf einem Sommert\u00f6rn! Wir haben also morgens noch einmal lecker f\u00fcr unser Mahl eingekauft und dann ging es gegen Mittag raus auf den Solent. Heute hie\u00df es: Man\u00f6ver fahren! Dabei konnte jeder einmal eine Wende und Halse an den verschiedenen Positionen fahren. W\u00e4hrenddessen fuhren neben uns zwei \u201eMini-Exodus\u201c Boote, die auch rote Segel hatten. Nach den Man\u00f6vern nahmen wir Kurs auf dem kleinen Newtown River, wo wir die Nacht verbringen wollten. Am Abend gab es dann lecker Wraps und danach konnten wir noch eine Runde schwimmen und\/oder Dinghi-Segeln. Mit ein paar Runden \u201eBang\u201c und \u201eWerwolf\u201c in der Nacht war unser Bergfest rundum gelungen!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am n\u00e4chsten Tag ging es \u00fcber den Solent nach Portsmouth. Dort war unser Ziel das gro\u00dfe Marinemuseum am Hafen. Mit der F\u00e4hre ging es r\u00fcber in die Stadt und weiter auf das gro\u00dfe Museumsgel\u00e4nde mit der \u201eViktory\u201c, \u201eWarrior\u201c und weiteren historischen Schiffen. Die \u201eViktory\u201c ist mit ihren \u00fcber 250 Jahren eines der \u00e4ltesten aktiven Schiffe der Welt. Deswegen waren wir alle sehr fasziniert, als wir das gro\u00dfe alte Schiff zum ersten Mal von Innen besichtigen konnten. Nach dem Museum machten wir noch einen kleinen Stadtspaziergang und dann ging es wieder zur\u00fcck zum Schiff, da wir in der folgenden Nacht eine Nachtfahrt machen mussten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei dieser Nachtfahrt konnten wir sogar segeln, aber nat\u00fcrlich ist eine solche Fahrt immer mit erh\u00f6hter Aufmerksamkeit verbunden. Die Fahrt konnten wir aber ohne gro\u00dfe Probleme meistern und als dann am Morgen die bekannten \u201eseven Sisters\u201c vor uns in Sicht kamen, war auch unsere M\u00fcdigkeit wie verflogen. Das Wetter und die Wellen waren ruhig und so haben wir uns kurzerhand entschieden, eine Runde Fenderreiten zu machen. An dieser Location war das sehr wahrscheinlich ein \u201eOnce in a Lifetime\u201c-Moment, wir waren also sehr dankbar f\u00fcr diese Erfahrung. Sp\u00e4ter machten wir dann im Hafen von Eastbourne fest und lie\u00dfen den Tag mit leckerem Essen ausklingen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Dienstag war Landtag angesagt, denn nach der langen Fahrt ist so ein bisschen Ruhe schon wichtig. Unser Co-Skipper Fabian nutzte diesen Tag, um die verschiedenen M\u00f6glichkeiten f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage auszurechnen. Die anderen Crewmitglieder nutzten den Tag, um den Ort ein wenig zu erkunden. Abends stellte dann Fabian die verschiedenen Varianten vor und wir entschieden gemeinsam, am n\u00e4chsten Tag wieder \u00fcber den \u00c4rmelkanal zur\u00fcck nach Frankreich zu fahren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um 7 Uhr morgens ging es durch die Schleuse wieder raus auf den \u00c4rmelkanal und nach 2 Stunden gegen die Wellen anmotoren konnten wir Kurs auf die Somme-M\u00fcndung nehmen, all unsere Segel setzen und wieder \u00fcber \u201eLa Manche\u201c fahren. Ein richtiges Highlight erwartete uns heute: Die partielle Sonnenfinsternis! Vorher bauten wir uns noch aus Apfelsaftkarton und Ofenrohr Lochkameras, um das Schauspiel verfolgen zu k\u00f6nnen. Au\u00dferdem hatten wir noch unseren Sextanten mit Sonnenschutzgl\u00e4sern. Als es dann losging, war es wirklich magisch! Es war wie ein Sonnenuntergang, aber die Sonne stand noch oben am Himmel. Wir konnten auch noch bis an den Beginn der M\u00fcndung segeln, doch danach mussten wir die Tonnen zum Hafen in der Dunkelheit suchen. Dabei mussten wir sehr intensiv zusammenarbeiten, um den Weg zum Hafen zu finden. Unser Teamwork hat gut geklappt und wir sind sicher im Hafen von Saint-Valery-sur-Somme angekommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als unser Co-Skipper am n\u00e4chsten Morgen den Liegeplatz bezahlte, glaubte die Hafenmeisterin kaum, dass wir nachts durch den Fluss gekommen sind. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck sind wir ein wenig durch das schnuckelige St\u00e4dtchen gegangen und haben sehr das franz\u00f6sische Ambiente genossen, inklusive einer leckeren Croissant- und Baguette-Mahlzeit. An diesem Tag mussten wir jedoch fr\u00fch in die Koje gehen, da in der n\u00e4chsten Nacht unsere letzte Fahrt zum Zielhafen anstand.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um 1 Uhr nachts ging es wieder los, raus aus dem Fluss und Kurs Nord nach Boulogne-sur-Mer. Unser letzter Tag auf See belohnte uns noch mit einem wundersch\u00f6nen Sonnenaufgang \u00fcber den H\u00fcgeln Frankreichs. Am Morgen kamen wir dann wohlbehalten im Hafen von Boulogne an und gingen erstmal noch einmal in die \u201eHorcherei\u201c (Unser T\u00f6rnslang f\u00fcr die Koje). Am Nachmittag besuchten wir noch die Innenstadt mit dem gro\u00dfen Dom und der Stadtmauer. In einem kleinen Park hatten wir dann noch ein bisschen Zeit Spiele zu spielen und \u00fcber den T\u00f6rn zu reflektieren. Au\u00dferdem schnabulierten wir alle noch ein sehr leckeres Eis, aber wir waren nat\u00fcrlich auch ein bisschen traurig, dass der T\u00f6rn nun bald vorbei sein wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der letzte Tag des Sommert\u00f6rns brach an und es wartete eine Menge Arbeit auf uns. Der Kahn musste vom Deck bis zur Bilge geputzt werden. Zus\u00e4tzlich mussten alle Polster abgezogen und unsere Sachen rausger\u00e4umt werden. Durch gute Planung und Teamwork war aber das Putzen schnell erledigt und nach dem Kochen warteten wir auf den n\u00e4chsten T\u00f6rn. Nach einer gemeinsamen Mahlzeit und einem Abschlussfoto ging es dann f\u00fcr uns wieder mit dem alten roten Bulli heimw\u00e4rts nach Kleve, wo wir alle wohlbehalten, aber ein bisschen traurig angekommen sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und das war unser T\u00f6rn! Ein wahrlich sch\u00f6ner war es, mit super Segelwetter, vielen Aktivit\u00e4ten und nat\u00fcrlich einer gro\u00dfartigen Crew!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Samstagmorgen, den 1. August, stand wieder einmal der alte rote Bulli vor dem Effa in Kleve, um seine Reise mit einer neuen Exodus-Crew anzutreten. Nach dem Reisesegen hie\u00df es: Ab nach Le Havre, wo die Crew des ersten T\u00f6rns das Schiff hingesegelt hatte. 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