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Ostertörn I 2026

Der erste Törn der Saison startete am Bootshaus der KSG in Kleve. Nach den letzten Vorbereitungen brachen wir in Richtung Rhein auf, um dann über die Ijssel bis nach Zutphen zu fahren. Die Talfahrt verbrachte die Crew damit sich besser kennenzulernen und abwechselnd das Steuer zu übernehmen. In Zutphen legten wir dann bei schönstem Frühlingswetter die Masten, um die niedrigen Brücken passieren zu können. Nach dem Stellen der Masten in Schokkerstrand frischte es auf und in der Nacht erwartete uns stürmisches Wetter, dass wir beim flackernden Kaminfeuer in unseren warmen Kojen über uns hinweg ziehen ließen. Am nächsten Morgen machten wir uns seeklar und segelten mit einer frischen Brise und Sonnenschein nach Elburg in den Randmeren. Die kleine ehemalige Festungsstadt lud zu einem Landgang ein und wir genossen den Nachmittag bei warmer Chocomel mit Schlagsahne im Café. Zwei mutige Crewmitglieder wagten sogar ein kurzes Bad im Hafen. Leckere Wraps rundeten den Tag ab. Weiter ging es am nächsten Tag unter Segeln nach Naarden, eine weitere Festungsstadt. Auf dem Weg passierten wir Klappbrücken und Schleusen und fuhren die ersten Manöver. Abends kosteten wir die Annehmlichkeiten einer hochmodernen Marina aus und spazierten in die Altstadt auf ein leckeres Eis. Von dort ging es weiter in das pittoreske Volendam als Touristenhighlight von Nordholland. Wir konnten niederländische Spezialitäten testen und einen Blick in das kleine Käsemuseum werfen. Am Abend nutzten wir das Dinghi, um eine kleine Rundfahrt im Hafen zu machen und es wurden fleißig Armbänder und Haare geflochten. Von Volendam segelten wir bei viel Wind auf die Vogelschutzinsel Marker Wadden. Auf der Fahrt wurden einige Shantys gesungen und die Navigation mit der Seekarte geübt. Auch das Einbinden von Reffs und das Wechseln der Vorsegel sowie das Steuern nach Kompass waren spannende Aufgaben für die Crew, welche so immer wieder neue Dinge im Ausbildungsheft abhaken konnte. Am Nachmittag konnten wir auf dem Landgang über die Insel viele Vögel beobachten, auch seltene Arten wie ein Löffler waren dabei. Abends ging es für zwei Crewmitglieder noch kurz ins doch recht frische Meer, bevor wir einen gemütlichen Spieleabend unter Deck einläuteten. An unserem letzten Segeltag hatten wir nochmal 20 Seemeilen vor uns und segelten mit viel Wind über Enkhuizen nach Stavoren. In Enkhuizen machten wir eine kurze Kuchenpause, um frisch gestärkt mit achterlichem Wind aufs Ijsselmeer aufzubrechen. Nach der Ankunft machten wir die Exodus hafenfein und unternahmen am Abend einen stürmischen Spaziergang am Deich entlang frei nach dem Motto: „Sturm ist erst, wenn die Schafe keine Locken mehr haben!“. Am Samstag wurden wir dann von der Crew des Ostertörn II abgelöst und genossen mit beiden Törns vor der Abreise noch Pommes und Kibbeling am Hafen in Stavoren als gelungenen Törnabschluss.