Der Tage werden wieder länger, die Reparatur- und Wartungsarbeiten an der EXODUS schreiten voran und so freuen wir uns schon auf den Saisonstart kurz vor Ostern!
Zu diesem laden wir alle Interessierten herzlich ein, er bietet die Möglichkeit sich das Schiff fertig ausgestattet und im Wasser anzuschauen.
Am 22.03.2025 in Kleve oder Emmerich (je nach Wasserstand des Rheins)
Wir haben ab sofort unseren eigenen Shop, in dem ihr EXODUS TShirts, Pullover und vieles mehr kaufen könnt. Schaut gerne mal vorbei: https://shop.teamshirts.de/exodus
Im Rahmen der diesjährigen Winterlager-Werkwoche der Segelgruppe der Evangelischen Jugend Kleve fand am Montag, den 29.12., ein besonderes Highlight statt: ein intensives Sicherheits- und Überlebenstraining im Schwimmbad Embricana in Emmerich. Die 25 Teilnehmenden waren sowohl jugendliche Mitseglerinnen und Mitsegler der Exodus als auch die ehrenamtlichen Skipperinnen und Skipper, die die Segeltörns begleiten und verantworten. Möglich wurde dieses außergewöhnliche Angebot durch die freundliche Kooperation mit dem Embricana, das der Segelarbeit der Evangelischen Jugend das Bad am Schließtag zur Verfügung stellte. So konnten realitätsnahe Übungen durchgeführt werden, wie sie im regulären Badebetrieb nicht möglich gewesen wären.
Das Training gliederte sich in zwei Teile und hatte das Ziel, die Handlungssicherheit der Teilnehmenden für Notfälle auf dem Wasser zu erhöhen und lebensrettende Maßnahmen praktisch zu trainieren.
Im ersten Teil stand das Rettungsschwimmen im Mittelpunkt. Unter Anleitung wurden verschiedene Techniken zum Schleppen und Transportieren von Personen im Wasser geübt. Die Teilnehmenden probierten unterschiedliche Rettungsmittel wie Rettungsringe oder Wurfleinen aus und lernten deren sinnvollen und situationsgerechten Einsatz kennen. Ein besonderer Fokus lag darauf, Gefahrensituationen richtig einzuschätzen, um sich selbst bei einer Rettung nicht zusätzlich zu gefährden.
Der zweite Teil widmete sich dem Thema „Überleben auf See“ im Seenotfall – eine wichtige Vorbereitung für die Segeltörns auf der Exodus. Ausgestattet mit ausgemusterten Automatikrettungswesten sprangen die Teilnehmenden ins Wasser, um das Auslösen der Westen zu erleben und den Auftrieb kennenzulernen. Anschließend wurde das Einsteigen in eine Rettungsinsel geübt, was sich als körperlich anspruchsvoll und technisch herausfordernd erwies. Darüber hinaus lernten die Teilnehmenden den Umgang mit der Überlebensausrüstung in der Rettungsinsel sowie das richtige Verhalten der Gruppe, um Wärmeverlust zu minimieren und Kräfte zu schonen. Auch Überlebenstechniken im Wasser wurden trainiert, sowohl einzeln als auch in der Gruppe, etwa wie man als Gruppe im Wasser zusammenbleibt, um die Überlebenschancen zu erhöhen.
Den Abschluss bildete eine große kombinierte Übung, in der alle zuvor erlernten Inhalte zusammengeführt wurden: vom Sprung ins Wasser über die Rettung von Personen, den Einsatz von Rettungsmitteln bis hin zum gemeinsamen Überleben im Seenotfall. Dabei wurde deutlich, wie entscheidend Teamarbeit, klare Kommunikation und Ruhe in Extremsituationen sind.
Das Training im Embricana war für alle Beteiligten eine intensive und prägende Erfahrung. Es vermittelte nicht nur theoretisches Wissen, sondern vor allem praktische Sicherheit und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Die Evangelische Jugend Kleve ist sehr dankbar für die Unterstützung durch das Schwimmbad Embricana und die Möglichkeit, dieses wichtige Ausbildungsangebot für jugendliche Teilnehmende und ehrenamtlich Engagierte unter realistischen Bedingungen durchführen zu können.
Direkt nach Weihnachten, am 27.12., startete unsere diesjährige Werkwoche im Winterlager an der Benzstraße. Viele fleißige Helfer*innen machten sich auf den Weg nach Kleve, um gemeinsam an der Exodus, dem Dinghi sowie an Masten und Spieren zu arbeiten. Alte und neue Gesichter kamen zusammen – einige kannte man schon von den letzten Werkwochen, andere waren nach den Törns 2025 zum ersten Mal dabei. Gleich zu Beginn wurde ordentlich angepackt: Coelan-Beschichtung vom Deck wurde abgekratzt, Bodenbretter geschliffen und überall war das typische Werkwochen-Gefühl aus Musik, Gesprächen und konzentrierter Arbeit zu spüren. Den ersten Abend ließen wir entspannt mit einem Spieleabend ausklingen, bei dem eine große Runde Werwolf für viel Gelächter sorgte.
Am Sonntag ging es nach dem Werkeln mit einem besonderen Programmpunkt weiter: Bernd und Andreas von der Yachtschule Nautilus hielten einen Vortrag zum Thema Seewetter und Routenplanung. Anschaulich und spannend aufbereitet gaben sie Einblicke in Wetterlagen, Entscheidungsfindung und Törnplanung – eine ideale Vorbereitung auf unsere Sommertörns 2026 im Ärmelkanal. Der Vortrag sorgte für viele Aha-Momente und wir erhielten hilfreiche Tipps von den erfahrenen Segellehrern.
Der Montag war dann das große Highlight der Woche. Wir fuhren gemeinsam ins Schwimmbad Embricana nach Emmerich, das uns am Schließtag exklusiv zur Verfügung stand. Dort konnten wir ein intensives Überleben-auf-See-Training durchführen. Zwei alte Rettungsinseln und zahlreiche ausgemusterte Automatikwesten wurden ausgiebig getestet, das Einsteigen ins Floß geübt und verschiedene Seenotfallszenarien und einige Handgriffe aus dem Rettungsschwimmen wurden praktisch trainiert. Ein eindrückliches Erlebnis, das allen noch lange in Erinnerung bleiben wird. Nach leckerem Abendessen im Winterlager klang der Tag gemütlich bei einem Filmabend aus.
Am Dienstag wurde wieder mit voller Kraft gearbeitet. Das Dinghi bekam die letzten Klarlack-Anstriche, eine neue Topsegel-Spiere und ein neuer Decksbalkenteil wurden gebaut, die Cockpitdeckel überarbeitet sowie Winsch und Heizung gewartet. Zwischendurch wurde geschraubt, geschliffen, lackiert und gefachsimpelt. Belohnt wurden wir abends mit selbstgemachter Pizza aus dem Steinofen – ein traditionelles Werkwochen-Highlight.
Der Mittwoch stand ganz im Zeichen der letzten Anstriche und des Klar-Schiff-Machens, bevor alle in den Silvesterabend starteten. Übernachtet wurde wieder auf dem Hausboot Anna Spoy, außerdem wurde der neue Aufenthaltsraum feierlich eingeweiht. Begleitet wurde die gesamte Woche vom Werkwochenbingo, unserem großen Gruppenspiel, das mit vielen lustigen Aufgaben und coolen Belohnungen für zusätzliche Motivation und jede Menge Spaß sorgte.
Die Werkwoche war auch in diesem Jahr wieder eine besondere Mischung aus harter Arbeit, Lernen, Gemeinschaft und vielen schönen Momenten. Dank der vielen engagierten Helfer*innen sind die Arbeiten an der Exodus ein gutes Stück weiter in Richtung Segelsaison gekommen – und wir nehmen viele gute Erinnerungen mit ins neue Jahr, dass einige Mitarbeitende direkt am Winterlagerplatz mit Raclette und Wunderkerzen begrüßten.