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Der Winter ist vorbei und die Exodus zurück im Wasser

Heute am Sonntag fand der jährliche Tag der offenen Luke statt. Am Steg der Klever Segelgemeinschaft in Brienen nutzten zahlreiche Besucher bei bestem Wetter die Gelegenheit die Exodus nach ihren Refit wieder im Wasser zu begrüßen. Im Winter wurden Lackschichten erneuert und Schadstellen im Holz ausgebessert. Außerdem gab es auch einige Neuerungen in der Batterietechnick zu entdecken. Die Ehrenamtlichen standen für Gespräche und Fragen bereit. Einige Teilnehmende der nächsten Saison nutzen die Gelegenheit ihre Skipper*innen für die kommende Saison kennen zu lernen. Neben der ein oder anderen Ausfahrt wurde bei Getränken und Gebäck in alten Fotos gestöbert und Anekdoten erzählt.

Am kommenden Samstag startet mit dem Ostertörn die Segelsaison. Es geht los in Richtung Ijsselmeer, bevor im Sommer mit der französischen und englischen Küste ein echtes Highlight auf die Teilnehmenden wartet. Für Interessierte: Auf allen Törns sind noch plätze frei!

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Tag der offenen Luke

Am 22.03.2025 ab 12 Uhr in Kleve an der Schleuse in Brienen.

Die Tage werden wieder länger, die Reparatur- und Wartungsarbeiten an der EXODUS schreiten voran und so freuen wir uns schon auf den Saisonstart kurz vor Ostern!

Zu diesem laden wir alle Interessierten herzlich ein, er bietet die Möglichkeit sich das Schiff fertig ausgestattet und im Wasser anzuschauen.

Anfahrt:
Adresse fürs Navi: Johanna-Sebus-Straße 1, 47533 Kleve

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EXODUS Kollektion

Wir haben ab sofort unseren eigenen Shop, in dem ihr EXODUS TShirts, Pullover und vieles mehr kaufen könnt. Schaut gerne mal vorbei: https://shop.teamshirts.de/exodus

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Törnbericht Herbst 2 2025

Der letzte Törn des Jahres startet in Kleve. Von dort aus fahren wir nach Heeg, doch schon auf dem Weg dorthin wird uns an einer Autobahnraststätte das Geld aus der Tasche gezogen. Zwar mit ein paar Münzen weniger in der Tasche kommen wir dennoch gut in Heeg an. Dort treffen wir auf den Mädels-Törn, der uns bereits mit einer leckeren Pizzasuppe erwartet. Danach werden zunächst das Gepäck und die Lebensmittel verstaut und die Sicherheitseinweisung durchgeführt. Am Abend spielen wir noch Versteck-Fangen, doch im Stockdunkeln bleibt so mancher unbemerkt.

Am nächsten Tag starten wir ganz gemütlich in den Morgen und üben zunächst ohne Fahrt und Wellengang, wie Klüver, Fock und Schoner gesetzt werden. Dann geht’s raus aufs Heeger Meer, wo das Gelernte direkt angewendet wird. Bei jedem neuen Manöver darf jeder einmal an die Pinne. Anschließend segeln wir zu einer kleinen Insel, wo wir das Dinghi zu Wasser lassen und uns im Rudern versuchen. Nach einer kleinen Stärkung geht es weiter nach Stavoren, von wo aus wir am Montag nach Medemblik weiterfahren wollen.

Da Windstärken von 4 bis 5 angesagt sind, reffen wir vorsorglich schon einmal den Schoner. Auch wenn sich unsere frische Crew ordentlich Schräglage gewünscht hat, wollten wir nicht gleich am ersten Tag alle über der Reling hängen sehen. Nun ja – der angekündigte Wind und die Welle bleiben schließlich aus. Wir reffen wieder aus und können bei strahlendem Himmel und ein bisschen Schräglage in einem Schlag nach Medemblik übersetzen. Am Abend stößt noch unsere Trainee zur Crew, womit das Team nun komplett ist.

Enkhuizen ist unser nächstes Ziel. Trotz grauem Himmel gönnen wir uns dort ein Eis und machen einen kleinen Stadtbummel. Abends im Saloon kommen wir auf die großartige Idee, das Blech mit den etwas zu lange gebackenen und dementsprechend steinharten Brownies in ein Spiel einzubauen: Jeder bekommt einen Löffel, und wer eine 6 würfelt, darf sich das Blech schnappen und versuchen, so viel Brownie wie möglich herauszukratzen. Der Nächste, der eine 6 würfelt, darf übernehmen. Während einige nach zwei Runden aufgeben, kämpfen Skipper, Co-Skipperin und Trainee hartnäckig um die letzten Krümel.

Am Mittwoch steht uns eine längere Strecke bevor. Von Enkhuizen segeln wir entlang des Houtribdeichs durch die Ketelbrücke zu einem kleinen Naturanleger, idyllisch gelegen zwischen Apfelbäumen und hohem Schilf, und das ganz ohne Plotter, nur mit Seekarte und Navigationsbesteck. Als wir ankommen, ist es bereits fast dunkel. Wir sammeln Feuerholz und entzünden ein kleines Lagerfeuer. Bei einer Runde Werwolf und Bratäpfeln lassen wir den Abend gemütlich ausklingen.

Am nächsten Morgen müssen beide Masten gelegt werden. Alle packen mit an, sodass schon bald beide fest verzurrt an Deck liegen. Trotz des Chaos an Bord setzen wir unsere Reise entlang der IJssel in Richtung Emmerich fort. Vor uns liegt eine lange, regnerische Flussfahrt, begleitet vom gleichmäßigen Motorgeräusch und zahlreichen Berufsschiffen, die uns mal mit mehr und mal mit weniger Abstand überholen. Im Halbdunkel erreichen wir schließlich Deventer, wo wir müde in die Kojen fallen, denn am nächsten Morgen geht es früh weiter.

Nach mehreren Schichtwechseln und Regengüssen machen wir mittags Halt in Zutphen für eine langersehnte echte niederländische Frikandel mit Pommes Spezial. Am Abend legen wir in Doesburg an, wo einige Crewmitglieder eine etwas zu enge Begegnung mit einer Ente haben. Kurz bevor wir am nächsten Tag wieder ablegen wollen, läuft die Ninive, ein befreundetes Schiff vom CVJM Moers, in den Hafen ein. Kurzerhand beschließen wir, die Reise gemeinsam als Flottille fortzusetzen.

Unterwegs werden wir mit frisch gebackenen Zimtschnecken versorgt, die selbstverständlich mit einem gekonnten Bootshaken-Manöver auch an die Ninive übergeben werden. Kurz vor unserem letzten Stopp trennen sich unsere Wege, und wir werfen den Anker vor einer kleinen Insel in der Bieland. Diese wird natürlich sofort von uns erkundet und „besetzt“. So genießen wir unsere letzte Nacht an Bord, umgeben von Natur und einem klaren Sternenhimmel.

Am nächsten Morgen heißt es dann: Putzen, Packen und klar Schiff machen, bevor wir die letzte Etappe zu unserem Zielhafen in Emmerich antreten. Geschafft, aber zufrieden verabschieden wir unsere Teilnehmenden. Auf das wir uns im Winterlager wiedersehen.

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Tag der offenen Luke auf der Exodus – Jetzt entdecken!

Am Sonntag, den 06.04.2022, öffnet die Exodus von 12 bis 16 Uhr ihre Luke für alle Interessierten! Unser Traditionssegler liegt dann im Emmericher Yachthaven e.V.
Link zu Openstreatmap oder Google Maps

Was erwartet euch?
???? Besichtigung der Exodus – inklusive überholter Motoranlage & neuen Spanten im Achterschiff
???? Programm für Jung & Alt: Knoten-Workshops, kleine Ausfahrten & mehr
???? Kaffee & Kuchen in maritimer Atmosphäre
???? Direkte Anmeldung für kommende Törns möglich

Ob Seefahrende oder Neugierige – alle sind herzlich willkommen! Kommt vorbei, lernt unser Projekt kennen und erlebt echtes Segelfeeling.

Wir freuen uns auf euch! ⛵

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Endspurt zur neuen Segelsaison

Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen, und die ersten Frühlingsblumen sprießen – ein sicheres Zeichen dafür, dass die heiße Phase des Winterlagers für die Exodus begonnen hat.

Am 6. April soll unser Schiff zum Tag der offenen Luke wieder vollständig ausgerüstet und repariert ins Wasser zurückkehren. Doch bis dahin gibt es noch einiges zu tun. Derzeit klafft dort, wo normalerweise der Motor sitzt, noch ein großes Loch. Der Motor wurde in diesem Winter komplett generalüberholt und wird nun im finalen Endspurt wieder eingebaut.

Diese Gelegenheit haben wir genutzt, um die Treibstoff- und Wassertanks auszubauen, zu reinigen und zu optimieren – darunter eine neue digitale Füllstandsanzeige für den Wassertank. Solche Arbeiten sind nur möglich, wenn der Motor ausgebaut ist. Deshalb spielte sich in den vergangenen Monaten vieles im hinteren Bereich des Schiffes ab. Dort wurde auch das Achterdeck umfassend überarbeitet und neu lackiert. Nebenbei haben wir an zahlreichen Stellen Schadstellen im Lack ausgebessert und beschädigtes Holz ersetzt.

Ein weiteres Großprojekt war der Austausch mehrerer Spanten im Achterschiff. Nach vielen Jahren im Einsatz war das Holz ermüdet und musste erneuert werden – eine anspruchsvolle, aber wichtige Arbeit, um die Exodus fit für die Zukunft zu machen.

Nun bleiben noch drei Wochen bis zum Krantermin in Emmerich, in denen es darum geht, die letzten Arbeiten abzuschließen. Alles muss wieder an seinen Platz, damit die Exodus pünktlich und in frischem Glanz zurück ins Wasser kann. Die Vorfreude auf die kommende Saison steigt – und wir freuen uns darauf, euch bald an Bord begrüßen zu dürfen!

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Transport und Werkevent 2024

Die Segelsaison ist beendet und die Exodus befindet sich wieder im Winterlager. Nachdem der zweite Herbsttörn das Schiff zurück nach Emmerich gebracht hat, wurden die letzten Meter bis zum Winterlager in Kleve per Schwertransport an Land zurückgelegt.

An Halloween wurde die Exodus mittags mit dem Kran aus dem Wasser gehoben und auf dem Tieflader abgestellt. Noch vor Ort wurde das Unterwasserschiff direkt mit dem Hochdruckreiniger vom groben Schmutz befreit, ehe es auf den Tieflader gestellt wurde. Dank vielen helfenden Händen war das Schiff bereits am frühen Abend transportfertig verspannt. Die Wartezeit bis zur Abfahrt um 22 Uhr wurde für ein gemeinsames Abendessen und eine Sitzung des Schiffsrats im Schein der Petroleumlampe unter dem Sternenhimmel genutzt. Auch für eine Tanzrunde blieb noch Zeit. Pünktlich um 22 Uhr setzte sich der Schwertransport in Bewegung und kam kurze Zeit später im Winterlager in Kleve an. Schnell wurde sich fertig gemacht, um noch eine letzte Nacht an Bord zu verbringen.

Nach einem ausgiebigen Frühstück am nächsten Morgen ging es mit dem Einwintern der Exodus los. Vom Tieflader auf den Winterlagertrailer umladen, wasserführende Leitungen frostsicher machen und alles Equipment ausräumen, waren nur einige der anfallenden Arbeiten. Auch erste Winterlagerarbeiten wie zum Beispiel das Schleifen der Masten, konnten am Freitag bereits begonnen werden. Das Highlight für alle war sicherlich der Ausbau des Motors, der in diesem Jahr wieder seine große Wartung erhält.

Auch der Samstag stand ganz im Zeichen der ersten Winterlagerarbeiten. Das Material wurde auf seinen Zustand geprüft und eine Übersicht über die anfallenden Arbeiten geschaffen. Es wurde geschliffen und geölt. Am Abend erwartet uns als kulinarisches Highlight ein gemeinsames Pizza backen. Bei einigen Runden Werwolf wurde der Abend entspannt ausklingen gelassen.

Sonntag wurde noch einmal fleißig gearbeitet, bevor dann gegen Mittag nach und nach alle Helfer den Heimweg antraten. Von nun an treffen wir uns wieder regelmäßig jeden Samstag im Winterlager, um an der Exodus zu arbeiten und sie für die nächste Saison wieder fit zu machen. Zwei Wochen vor Ostern soll es wieder ins Wasser gehen. Bis dahin stehen einige Arbeiten an. Schleifen, lackieren, Motorwartung und vieles mehr. Für jeden ist was dabei, Vorwissen wird nicht zwingend benötigt.

Wir sehen uns im Winterlager!

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Freizeitbericht Ü18 Törn 2 2024 

Da trafen sich am Samstag, den 14. September 2024 am Klever Bahnhof aus (fast) allen Ecken der Bundesrepublik zehn junge Menschen, um gemeinsam mit der Exodus eine Woche herumzuschippern. Sachen in den roten, alten Bulli gepackt und schon ging es los in Richtung des etwa 3 Stunden entfernte Lauwersoog, wo der vorherige Törn mit dem Schiff hingefahren ist. Mit einem kurzen Zwischenstopp in Kampen – zum Tanken und um sich ein bisschen besser kennenzulernen – kamen wir dann auch am Hafen an. Es ist immer wieder erstaunlich, wie viel in so ein kleines Boot reinpasst. Das Essen für eine Woche, das Hab und Gut der Mitfahrenden, alles Mögliche um auch immer sicher anzukommen (Karten und Geräte, etc.). Zusätzlich zu dem, was bereits an Bord ist wie zum Beispiel Ersatzteile für alle möglichen technischen Einrichtungen an Bord. Nach dem Einstauen und dem Verabschieden der alten Crew gab es erst einmal für uns alle an Bord die obligatorische Sicherheitseinweisung, denn wir wollten schon am Samstag direkt raus aus dem Hafen und hinaus ins Wattenmeer. Jedoch mussten wir vor dem Ablegen noch auf unseren Mitfahrenden angehenden Siedlungswasserwirtschaftsingenieur warten, der bei einem Spaziergang sehr erstaunt von den hiesigen Deichanlagen war. Das erste Schleusenmanöver klappte ohne Probleme und schon waren wir draußen im von Ebbe und Flut beeinflussten Gewässer. Unser Plan war es, mit dem ankommenden Hochwasser über ein Wattenhoch zu fahren und etwas entfernt von Lauwersoog zu ankern, jedoch war die Flut windbedingt niedriger ausgefallen, sodass uns leider die zwei Handbreit Wasser unterm Kiel fehlten, um durchs Watt zu fahren, also warfen wir unseren Anker nicht weit entfernt von unserem Starthafen. Auch wenn wir unseren ursprünglichen Plan nicht verwirklichen konnten, hatten wir trotzdem einen schönen Abend mit malerischem Sonnenuntergang und einer angenehmen Zeit an unserem ruhigen Ankerplatz. Einige trauten sich sogar, die Nacht direkt unter den Sternen in Hängematte und Schlafsack zu schlummern!  

Am nächsten Tag stand dann ein Teil der Crew früh auf, um mit ablaufendem Wasser den Anker zu lichten und uns auf den Weg nach Borkum zu begeben. Die anderen unter Deck bereiteten für uns alle ein leckeres Frühstück zu, wie es sich für eines am Sonntag gehört mit Brötchen und wer mochte auch ein Ei.  Unser Weg führte außen an den Inseln vorbei. Leider waren wir an diesem Tag mit wenig Wind und für unerfahrene Mägen nicht unerheblichen Wellengang gesegnet, sodass die Überfahrt nicht für alle angenehm war. Im Hafen angekommen gab es dann aber direkt eine leckere Mahlzeit, sodass die Seekrankheit schnell verflogen war.  

Montag haben wir uns dann ganz der Erkundung der Insel gewidmet. Und wir stellten fest: Es war Sanddornsaison; und so konnte man diesen auch als unterschiedlichste Produkte konsumieren: als Tee, Marmelade, direkt vom Busch oder als Geburtstagskuchen, denn unser Co-Skipper ist an diesem Tag wieder ein Jahr älter geworden. Nach einer gemeinsamen Porreebesorgungsaktion, die für einiges an Aufsehen sorgte (zwölf Porreestangen kauft jemand nicht alle Tage), begaben wir zu unterschiedlichen Orten auf dem Eiland. Ein paar von uns trauten sich sogar nach einem Kännchen Ostfriesentee in die rauen Fluten der Nordsee, während andere ihre künstlerische Ader beim Zeichnen im Sand auslebten. Abends wurde dann noch die Gitarre ausgepackt und wir haben zusammen die großen Klassiker aus unseren Bord-Liederbüchern gesungen.  

„Klar bei Vor- und Achterleine!“ und später dann „Heiß Klüver und Schoner!“, hieß es am nächsten Morgen, denn es ging weiter, diesmal in Richtung Greetsiel. Dort angekommen hatten wir dann nach dem Mittagessen genug Zeit den Ort ein bisschen zu erkunden. Hier ließen wir den Abend bei Bier oder Kakao mit gemeinsamem Kartenspiel ausklingen.  

Mittwoch hatten wir dann einen weiten Weg zu bewältigen. Übers Wattenmeer, die Emsmündung und Delfzijl ging es bei „Topsegelwetter“ nach Groningen. Wir fanden es alle sehr spannend in dieser lebendigen Stadt unterwegs zu sein.  

Mitten in der Stadt befindet sich das „Forum Groningen“, von dem wir am nächsten Tag einen wunderbaren Blick auf die Stadt hatten. Gegen Mittag fuhren wir dann weiter und das mitten durch die Innenstadt! Ganze 14 Brücken öffneten nacheinander für uns und alle Leute, ob zu Fuß, mit de Fiets oder im Auto mussten warten, bis wir durchgeschippert waren. Währenddessen konnten wir auf Deck zu grooviger Musik abtanzen. Nach einem (etwas spontanen) Schleusenmanöver fuhren wir in das Reitdiep, um unseren Zielhafen für den Tag anzulaufen: Zoutkamp. Die Zeit auf dem Kanal verbrachten wir damit, uns in den Mast hochzuziehen oder ein paar Temperaturunempfindliche hinter dem Schiff auf den Fendern zu ziehen. Abends am Hafen angekommen gab es dann bei rheinischem Eintopf einen bezaubernden Sonnenuntergang.  

Der Freitag war dann leider schon unser vorletzter Tag (und unser letzter kompletter) auf dem Schiff, aber an diesem waren wir mit gutem Wind zum Segeln gesegnet, sodass wir auf dem direkt angrenzenden Lauwersmeer ein paar schöne Wenden mit Vollzeug fahren konnten. Jeder durfte mal die unterschiedlichen Aufgaben bei der Wende übernehmen, sodass wir am Ende ziemlich gut an allen Positionen waren. Nach dem Bergen der Segel konnten wir noch ein bisschen Fenderreiten und nach einem kleinen Zwischenstopp in unserem Starthafen zum Tanken fuhren wir wieder hinaus durch die Schleuse aufs Wattenmeer. Diesmal um uns zwischen Lauwersoog und Schermonnikoog auf dem Watt trockenfallen zu lassen. Nachdem sich das Wasser dann verzogen hatte, konnten wir einen ausgedehnten Wattspaziergang machen und wurden auch noch Zeugen eines weiteren atemberaubenden Sonnenuntergangs. Die außerordentlich besondere Stimmung des Wattenmeers haben wir dann noch bei einer gemeinsamen musikalischen Session genossen. Während das Wasser so langsam zurückkam, konnten wir uns dann schon auf die (kleine) Nachtfahrt zurück nach Lauwersoog vorbereiten, die wir ohne größere Zwischenfälle meisterten.  

Und so kam der Samstag und wir mussten uns schweren Herzens wieder vom Schiff verabschieden. Vorher war natürlich erstmal großes Klarschiffmachen angesagt, damit die nächste Crew ein schönes Schiff zur Übergabe hat. Nach einem Pfannekuchenessen verabschiedete sich die Erste unserer Gruppe zur Bushaltstelle, da diese noch mit anderen Freunden einen anderen Urlaub in den Niederlanden machte. Der Rest fuhr noch gemeinsam zurück nach Kleve zum Bahnhof, wo unsere Reise begonnen hatte. Im Zug hieß es dann weiter Abschied nehmen; jetzt sind wir alle wieder wohlbehalten in unseren Wohnorten angekommen. Auch wenn wir uns nun in Geldern oder Göttingen, Potsdam oder Münster befinden, haben wir als Gruppe eine wundervolle Zeit gehabt, mit großartigen Erinnerungen! 

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Sommertörn 3 2024

Der dritte Sommertörn startete in Carolinensiel. Dort wurden wir bereits am ersten Abend mit einem großen Feuerwerk begrüßt. Nachdem wir uns auf der Exodus “häuslich” eingerichtet hatten, ging es am nächsten Tag bei gutem Segelwetter nach Wangerooge. Nach einer ausgiebigen Wanderung in die Stadt spazierten wir über den Strand von Wangerooge und feierten am Abend den Geburtstag unseres Skippers bei leckerer Pizza in der Stadt. Am nächsten Tag segelten wir weiter über das Wattenhoch nach Spiekeroog. Die Insel empfing uns mit (wie könnte es auch anders sein) gutem Wetter und sehr, sehr gutem Eis. Gut gestärkt ging es weiter über die Insel, da wir noch dem wahren Inselwächter, Polizeidackel “Hubert” einen Besuch abstatten wollten. Nachdem wir diesen auch im Garten “seiner” Polizeistation antrafen, machten wir uns auf den Weg zum Strand, um dort Volleyball zu spielen. Eine Aktivität, mit der wir noch viele Stunden auf dem Törn verbringen sollten. Am nächsten Tag segelten wir gemütlich weiter nach Langeoog. Durch das wunderbar warme Wetter und den – wenn auch für das Segeln nicht optimalen – Wind, konnten wir während der Überfahrt bereits Baden gehen und neben dem Boot herschwimmen. Nach einem erfolgreichen Strandtag machten wir uns abends nochmal auf, um uns dem Sonnenuntergang anzusehen. Auch am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg zur nächsten Insel. Auf dem Weg nach Baltrum begegneten wir, wie auch schon auf dem Weg zuvor, zahlreichen Robben und auch zwei Schweinswalen. Die Natur beeindruckte uns nicht nur auf dem Wasser, sondern auch die Insel Baltrum. Nachdem wir durch eine Landschaft aus Wattwiesen und Grün zum Strand gekommen waren, widmeten wir uns wieder unserer (zweit)wichtigsten Beschäftigung nach dem Segeln: Dem Volleyballspiel. Abends ging es zurück zum Schiff, wo wir bei einer Runde “Bang” unsere Künste als Cowboy testen. Dieses Spiel begleitete uns ebenfalls über den ganzen Törn und sollte noch zu der ein oder anderen, kurzzeitigen Feindschaft führen. Da wir uns am Wochenende zur “Wattensail” angemeldet hatten, einer Parade von Traditionsseglern, machten wir uns am nächsten Tag auf den Weg zurück nach Carolinensiel. Da die Etappe an einem Tag zu lang gewesen wäre, übernachteten wir auf Spiekeroog, um am nächsten bei stürmischem Wetter nach Carolinensiel überzufahren. Man hätte fast denken können, dass es geregnet hätte. Wir kamen klatschnass an der Schleuse in Harlesiel an. Jedoch wurden wir auf der Fahrt von der aufschäumenden Gischt erwischt. Anders als erwartet, kam diese stürmisch Überfahrt bei der Crew größtenteils gut an und die Freude auf die bereits angekündigte Fahrt zur einzigen Hochseeinsel Deutschlands, Helgoland, war geweckt. Jedoch musste der Nervenkitzel noch etwas warten, da wir zunächst in Carolinensiel die Schiffsparade mitfuhren. Vor der Parade wurde die Abstimmung zum schönsten Schiff ausgerufen, wo wir den zweiten Platz belegen konnten (von ca. 30 Schiffen). Die Stimmung während der Parade war mega. Sehr viele Menschen kamen ans Wasser, um uns und das Schiff zu feiern. Abends war das Skipperessen gestellt. Wir verdrückten mit unserer Crew von 10 MitseglerInnen satte 54 Heringe! Frei nach dem Motto: “Matjes geht immer!”. Am Abend besprachen wir das Routig für die Nächsten Tage. Da der Wind gedreht hatte, schien der Traum von Helgoland geplatzt und wir entschieden uns für eine Route entlang der nächsten großen Städte wie Bremerhaven, die schlussendlich in Hamburg enden sollte. Also schleusten wir am nächsten Mittag nach dem Essen wieder aus der Harle hinaus und machten uns auf den Weg nach Hooksiel. Dort angekommen wurden wir vom Wettergott überrascht. Nachdem sich der W-lan Code organisiert wurde checkten wir die Wetterdaten und stellten fest, dass sich der Wind erneut gedreht hatte. UND ZWAR GENAU ANDERSHERUM! Also hieß es am nächsten Morgen “Leinen los!” und auf nach Helgoland. Bei nahezu perfektem Wetter erreichten wir nach rund 12 Stunden die Insel. Angekommen erkundeten wir Helgoland und machten einen Spaziergang zur “Langen Anna” über die beeindruckenden Klippen der Insel. Danach waren wir noch einkaufen und aßen glücklich unsere Spaghetti Bolognese an Deck. Abends erreichten uns die Sternschnuppenschauer und wir beobachteten sie von der Kaimauer aus. Am nächsten Tag ging es nochmal über die Insel und dann weiter nach Amrum. Bei etwas mehr Welle steuerten wir sicher unser nächstes Ziel an, wo wir auch kurz nach dem Anlegen von einem Gewitter begrüßt wurden. Am nächsten Tag wurde im Hafenbecken das Dinghi gesegelt und im gleichen Atemzug auch die Pütz versenkt, die aber zum Glück aus 11 Metern Tiefe! Hochgetaucht werden konnte. Im Anschluss gingen wir Einkaufen, um unsere Vorräte aufzufüllen. Am späten Nachmittag hatte ein Teil unserer Crew die Möglichkeit den Rettungskreuzer Ernst Meier-Hedde zu besichtigen. Das war ein spannender Einblick in die Arbeit der Seenotretter. In der Hoffnung auf der einen Seite mal von so einem Kreuzer gerettet zu werden, aber auf der anderen Seite auch nicht unterzugehen, machten wir uns auf den Weg nach Hallig Hooge, einer kleinen Hallig in Nordfriesland. Bei Nieselregen übergefahren hatten wir doch dort alle dringend das Bedürfnis auf Hallig Hooge zu baden. Also zogen wir uns sofort nach der Ankunft um und badeten im Hafen. Dieser lag direkt in der Natur und wir machten gemeinsam mit ein paar Jugendlichen der Insel Saltos von einer Brücke und genossen später eine heiße Dusche (teilweise die Erste seit langer Zeit) im Hafen. Am nächsten Tag segelten wir wieder rund 12 Stunden zurück nach Cuxhaven, um dort noch in der Hafeneinfahrt von der Polizei kontrolliert zu werden. Nachdem wir auch diese Situation klären konnten, fielen wir alle etwas müde ins Bett. Nur, um dann am nächsten Morgen um 4 Uhr abzulegen, damit wir doch noch unser Endziel Hamburg erreichen konnten. Bei einem wunderschönen Sonnenaufgang segelten wir die Elbe hoch, während ein Teil der Crew weiterschlief, erreichten wir gegen Nachmittag den Steg in Finkenwerder. Wir machten uns gleich auf den Weg in die Stadt, bestaunten von der Fähre aus, den Hafen und die riesigen Kreuzfahrtschiffe und schauten uns die Elbphilharmonie und die Speicherstadt an. Abends zurück auf dem Boot genossen wir nochmal den letzten Abend und bereiteten uns auf die Abfahrt am nächsten Tag vor. Am Morgen hieß es, wie schon so oft “klar Schiff” machen und innerhalb von zwei Stunden war das Gepäck ausgeladen, das Boot geputzt, die Bilge gereinigt und die Kojen abgezogen. Bereit für die Abfahrt machten wir noch einen kurzen Ausflug in die Pizzeria und schlossen unseren Törn zufrieden ab. Wir übergaben nun an den Studententörn, wünschten eine gute Zeit und machten uns auf dem Weg in die Heimat. Die Stunden im Auto vergingen schnell und dank der zuvor organisierten Verpflegung und einen kurzen Stopp bei der Eisdiele kamen wir mehr als zufrieden in Kleve gegen 21 Uhr an.

Für den Sommertörn 3

Franzi (Teilnehmerin), Katharina (Trainee)

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Sommertörn 1 2024 Bericht einer Teilnehmerin

Kann man im Seegat spülen?
Was haben die großen Schiffe geladen?
Und wie ist es auf Helgoland?
Die und viele weitere spannenden Fragen haben wir uns gestellt. Die EXODUS und ihr Skipperteam haben sie uns beantwortet.
Wir waren 7 Teilnehmer, ein wunderbarer Trainee und das Skipperteam, welches sich nach einer Woche durch einen fliegenden Wechsel, verändert wurde.
Wir haben Schleusen eingenommen, Disco-Fox getanzt, an Deck geschlafen, Milchreis gekocht, im Hafenbecken geschwommen und vieles, vieles mehr.
Es war eine gute Stimmung unter uns Teilnehmern. Wir wurden zu einer Familie, die die Wäsche auf Juist gewaschen und bei Milchreis und Austern den Co.Skipper verabschiedet haben.
Wir haben beim Werwolf spielen kreative, neue Figuren wie den Phyromanen erweckt und haben die Werwölfe zu Meerwölfen gemacht.
Es war eine gute und spannende Zeit.
Vielen Dank für diesen Törn.

Mia, Teilnehmerin des Sommertörn 1, 2024