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Freizeitberichte

Törnbericht Studitörn II

7 Tage Exodus, von Veere bis Hellevoetsluis. Zugleich eine Ewigkeit und schnell vorbei. Momente eines Abenteuers:
Der Himmel ist blau/grau bewölkt. Darunter ein weiter, leerer Strand. In der Ferne in der Brandung spielen 7 Personen Wasserball, bis es zu kalt wird. Hinter dem Deich zwei kurze Masten.


12.09.-19.09.2026

Dunkle Nacht. Von einer kleinen Insel mitten im Grevelinger Meer kommen Gitarrenklänge, der Geruch von Gegrilltem und fröhliche Stimmen. Der Schein zweier Petroleumlampen flackert gelblich, erhellt einen Picknicktisch, Liederbücher, die Reste eines Festmahls. Zischend erlischt der letzte Funken Glut im Grill im einsetzenden Nieselregen.
Nachmittags. Der Schleusenwärter der Krammerschleuse schaut auf seine Monitore. Ja, der Franzose passt bestimmt noch. Langsam schiebt sich der 60m Frachter „Imperieux“ in die Kammer. Noch eine Schleusung, dann ist die Schicht vorbei. Feierabend. Wenn da nur nicht das dumme Gefühl wäre, irgendetwas vergessen zu haben. Das Funkgerät knackt. „Krammerschleuse für Exodus?“ Exodus? Ach herrjeh. Das kleine Sportboot hat er ganz vergessen! Hinter dem Leitwerk ist dieses kleine Schiff aber auch kaum zu sehen! Die warten sicher schon seit 2,5 Stunden. „Exodus, wenn Sie sofort starten können sie hinter der „Fabuleux“ einfahren. Beeilen Sie sich!“
Abends. Westliches Ende vom Haringvliet. Ein kräftiger Regenschauer fällt aus grauem Himmel. Darunter, auf dem Wasser, ein Dinghy aus Holz, unter Segel, dicht am Wind. Die Bugwelle rauscht, 20 Liter Wasser schwappen in dem kleinen Boot hin und her. Dann brechen die letzten Sonnenstrahlen der untergehenden Sonne golden durch den grauen Regenschleier, bilden einen Regenbogen vor den abziehenden Wolken. Das Dinghy legt an der Exodus an. Unter Deck warten trockene Kleidung, Kekse und ein gemütlicher Spieleabend mit Freunden.